Uni Frankfurt: Alternatives Vorlesungsverzeichnis SoSe 2016

Wie in jedem Semester üblich, gibt es auch dieses mal wieder autonome Tutorien an der Uni Frankfurt. Das komplette Verzeichnis kann unter diesem Link abrufen, hier mal (subjektiv) einige Highlights:

  • Intersektionalität und Antisemitismus?! – Immer wieder ein Thema, zuletzt erneut aufgekommen durch eine Debatte um die bekannte Feministin Laurie Penny. Das erste Treffen ist geplant für Mittwoch, den 20.04.16 um 12 Uhr (Erstes Treffen) im Café Aufhebung (Fachschaftenraum), PEG 1.207 am Campus Westend.
  • (Rechter) Antifeminismus – Antifeminismus ist ein ganz markantes Merkmal innerhalb der Rechten, aber nicht nur dort. Überall ist von „Gender-Wahnsinn“ die Rede, ohne das Menschen genau wissen, was das überhaupt ist und in vielen Zeitungen wird das Thema als Aufhänger genommen, um unreflektiert über feministische Bewegungen zu sprechen. Dieses Tutorium setzt sich mit der aktuellen Debatte auseinander. Start: Mittwoch, den 20.04.16, 14 Uhr im Feministischen Salon PEG 2.215.
  • Der NSU Komplex – Perspektiven auf strukturellen Rassismus – Seit rund drei Jahren läuft der Prozess in München, noch immer sind viele Details unbekannt. Und: „Die Erfahrung der Angehörigen im Bezug auf die Täter*innen-Opfer-Umkehr während der Ermittlungen, den Stigmatisierungen bezüglich nationaler Zugehörigkeit und des strukturellen Rassismus bleiben weitestgehend ungehört.“ Aufgrund dessen greift dieses autonome Tutorium das Thema auf und plant zudem den Besuch der Wanderausstellung “Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen” in der Bildungsstätte Anne Frank. Beginn: Donnerstag, den 21.04.16, um 12 Uhr im Café Aufhebung (Fachschaftenraum), PEG 1.207.
  • Die „Flüchtlingskrise” in den Medien – Die Flüchtlingsthematik ist in aller Munde und der öffentliche Diskurs wird hitzig geführt. Das Tutorium setzt sich zum Ziel mithilfe des diskursanalytischen Instrumentariums die verhärteten Fronten aufweichen, Begriffe dekonstruieren und so öffentliche Meinungsbildungsprozesse kritisch hinterfragen. Start: Montag, 10:00 bis 12:00 Uhr (18.04.2016 – 11.07.2016) in Raum 3.301 des IG Farben Campus.

 

Copyright Bild: asta frankfurt

Am 26.01.: Buchvorstellung – Berichte gegen Vergessen und Verdrängen

Am morgigen Dienstag, den 26. Januar, wird das Buch „Berichte gegen Vergessen und Verdrängen von 100 überlebenden jüdischen Schülerinnen und Schülern über die NS-Zeit in Frankfurt am Main: »Der Weg zur Schule war eine tägliche Qual«“ im Casino Westend in Raum 1.811 der Goethe Universität Frankfurt vorgestellt. Bei der Veranstaltung, die um 16 Uhr beginnt, werden neben Oberbürgermeister Peter Feldmann, der etwas über die aktuelle Bedeutung der Erinnerung an die NS-Zeit erzählen wird, auch Benjamin Ortmeyer und die 94jährige Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn anwesend sein.

Copyright Bild: Forschungsstelle NS-Pädagogik

Am 27.01.: Auseinandersetzung mit Auschwitz – Kein Vergeben. Kein Verdrängen.

Am Mittwoch, den 27. Januar, kommt es anlässlich des 71. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz an der Universität Frankfurt zu einem Gedenktag initiiert vom AStA und verschiedener anderer Initiativen. Damit möglichst viele Student*innen den Veranstaltungen beiwohnen können, sind alle Studierende von 14 bis 16 Uhr freigestellt. In dieser Zeit werden eine Reihe unterschiedlicher Workshops angeboten, die allesamt überaus interessant klingen, beispielsweise „Befreiung und was dann?“ mit Katha Rhein oder „Inwiefern trägt die Beschäftigung mit ‚Auschwitz‘ zum soziologischen Erkenntnisfortschritt bei ?“ mit Prof. Dr. Ferdinand Zehentreiter. Beachtlich finde ich überdies, dass es zwischen 11:30 und 18 Uhr zu einer Namensnennung aller Opfer der IG Farben kommen soll. Diese wird im Foyer des IG Farben Gebäudes stattfinden.

Schon am 26.01. zeigt Campuservice den mehrfach ausgezeichneten Film Im Labyrinth des Schweigens in Raum 411 des IG Farben Gebäudes. Die Vorführung startet um 19 Uhr.

Übrigens: Während der gesamten Woche wird die Ausstellung „Bilder einer Studienfahrt” im Foyer des PEG am Westend Campus zu sehen sein. Weitere Programmpunkte werden hier und hier aufgeführt.

 

Bild: AStA der Uni Frankfurt