Brexit und eine Reise nach London (2016)

Der Hund schlug früher an als sonst. Am Donnerstag, den 24. Juni, war es schon gegen 6:20 soweit, dass Hunter, mein neues Haustier, mit einem morgendlichen Bellen auf sich aufmerksam machte. Meine müden Augen schauten einige Minuten später zum ersten Mal an diesem Tag auf das Handy. Die Statusleiste quoll über, es gab nur ein Thema: Brexit! Die EU-Gegner um Nigel Farage und Brian Johnson schafften es, die wählende Mehrheit um den Finger zu wickeln und ihnen ein „nein“ zu entlocken. Read More

Tower-of-London

Some things never change: London 2014.

London. Eine Stadt in ständigem Wandel. Sie wird immer größer, Jahr für Jahr kommen neue Attraktionen hinzu, die die Stadt auch für immer wiederkehrende Besucher interessant machen. Aufgrund eines Bekannten hatte ich bei meinem diesjährigen Besuch das Glück, mal ein wenig die Barkultur der britischen Landeshauptstadt kennenzulernen. So ging es in mehrere Bars, deren Einrichtung an die Zeit der Prohibition erinnert. Folglich gibt es keine großen Schilder, keine auffällige Werbung. Lediglich eine kleine Klingel und wenn man die Bar betritt einen – in der Regel überaus freundlichen – Türsteher. Da ich mich in Deutschland meist an Moscow Mule, Gin Tonic oder eben den guten alten Ebbelwoi halte, bin ich kein Experte was die Cocktailkultur anbelangt, aber was man in den besuchten Bars geboten bekam, war schon richtig stark. Opium-Bar-London-UntersetzerNeben dem Opium (Empfehlung: Wild Blossom) im Herzen Chinatowns lernte ich das Nightjar kennen. In herausragender Atmosphäre nahe der Old Street kann man hier hochklassige Cocktails genießen. Wie ich mir sagen ließ, sei der „Barrel Aged Zombie“ eine der Spezialitäten dieser Lokalität, doch da ich den Abend nicht schon um 20 Uhr für beendet erklären wollte, verzichtete ich darauf und probierte stattdessen den leckeren „Name Of The Samurai“. Wie abermals deutlich wurde, sind Cocktails in der Tat weit mehr als lediglich eine Mischung verschiedener Alkoholika, sondern versprechen auch eine besondere Art der Darreichungsform.

Duck-and-Waffle-Ausblick-40-Stock-LondonNeben dieser Form des Londoner Nachtlebens, welches ich bislang noch nicht kannte und das mich gar in den 40. Stock eines Hochhauses zu Duck & Waffle führte, lernte ich während des viel zu kurzen Aufenthalts einen Stadtbezirk lieben: Tower Hamlets, der unter anderem die Bereiche Bethnal Green und Spitalfields umfasst. Hier wurzelt auch eine Straße, die ich mir in diesem Jahr zum ersten Mal ganz genau angeschaut habe: Brick Lane. Die Straße im Osten Londons hat sich in den letzten Jahren, ebenso wie das gesamte anliegende Gebiet, zu einem Hotspot in London entwickelt. Dort gibt es eine Vielzahl an Vintage Stores, schöne Cafés, interessante Start-Ups und ein pulsierendes Nachtleben. Essentieller Teil der Brick Lane und deren Umgebung von Bethnal Green bis hin zur Old Street sind auch die vielen Streetart-Werke, die es dort zu entdecken gibt. Hier eine klitzekleine Sammlung:

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Im Verlaufe der Woche zeigte sich, dass sich in London zwar regelmäßig allerhand Dinge ändern, doch eines andauert: Meine Zuneigung zu dieser einmaligen Stadt. Dynamisch, multikulturell und trotz ihrer Größe irgendwie herzlich. Wer neben dem weiter oben vorgestellten Stadtteil noch andere Bereiche der Metropole an der Themse entdecken will, dem bietet London vielfältigste Möglichkeiten, sei es in Form monumentaler Bauten, diverser Parks, spektakulärer Kaufhäuser und natürlich auch gutem Fußball. Essen kann man in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs übrigens auch außerordentlich gut – wenngleich dies nicht immer billig ist. (-;

Im Folgenden noch ein paar Bilder aus den anderen Teilen Londons, manche mit erklärenden Bildunterschriften.

Dienstag (KW 35). Neue Playlist.

Es ist mitunter gar nicht so einfach, nur via eines in die Jahre gekommenen mobilen Endgeräts eine Liste zu erstellen, diese dann ständig bzgl. der bestmöglichen Anordnung der Songs zu verändern, nur um dann am Ende doch wieder die Hälfte zu verwerfen. Aber geklappt hat’s trotzdem – irgendwie. Thematisch ist die Playlist der Woche angelehnt an meinen momentanen Aufenthalt in London. Besonders empfehlen kann ich u.a. neben dem lockeren PSB-Song aus Robbie Williams‚ unterschätztem Album „Rudebox“ das Stück der Band Fitz and The Tantrums. „MoneyGrabber“ ist ein ungemein „einfangender“ Song, der gleichzeitig die Liste nach dem etwas düsteren Beginn aufhellt.

Viel Spaß beim Hören!