Am 27.01.: Auseinandersetzung mit Auschwitz – Kein Vergeben. Kein Verdrängen.

Am Mittwoch, den 27. Januar, kommt es anlässlich des 71. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz an der Universität Frankfurt zu einem Gedenktag initiiert vom AStA und verschiedener anderer Initiativen. Damit möglichst viele Student*innen den Veranstaltungen beiwohnen können, sind alle Studierende von 14 bis 16 Uhr freigestellt. In dieser Zeit werden eine Reihe unterschiedlicher Workshops angeboten, die allesamt überaus interessant klingen, beispielsweise „Befreiung und was dann?“ mit Katha Rhein oder „Inwiefern trägt die Beschäftigung mit ‚Auschwitz‘ zum soziologischen Erkenntnisfortschritt bei ?“ mit Prof. Dr. Ferdinand Zehentreiter. Beachtlich finde ich überdies, dass es zwischen 11:30 und 18 Uhr zu einer Namensnennung aller Opfer der IG Farben kommen soll. Diese wird im Foyer des IG Farben Gebäudes stattfinden.

Schon am 26.01. zeigt Campuservice den mehrfach ausgezeichneten Film Im Labyrinth des Schweigens in Raum 411 des IG Farben Gebäudes. Die Vorführung startet um 19 Uhr.

Übrigens: Während der gesamten Woche wird die Ausstellung „Bilder einer Studienfahrt” im Foyer des PEG am Westend Campus zu sehen sein. Weitere Programmpunkte werden hier und hier aufgeführt.

 

Bild: AStA der Uni Frankfurt

AStA Frankfurt erkämpft sich Platz an der Uni Westend

Immer mehr Studiengänge ziehen von Bockenheim ins Westend. Dort wird gebaut, was das Zeug hält und so schießen immer neue Einheitsbauten aus dem Boden. Nur ein Studierendenhaus scheint hierbei keine besondere Bedeutung zu genießen, soll selbiges doch erst im Jahr 2020 fertig werden. Das geht so nicht, dachte sich der AStA Frankfurt und suchte in der letzten Zeit nach Alternativen. Diese sehen nun so aus, dass das kleine rote Haus, in dem zunächst nur das AstA-Campus Office beheimatet war, nun vollends in eine Einrichtung für Studierende umgewandelt werden soll. Freiraum für das Student_Innenleben fernab strikter Lehrpläne. Platz für politisches Denken und Diskussionen, die nicht in der Studienordnung verankert sind. Zwar wird daraus nicht so schnell ein zweites Café KoZ, ist dafür schlichtweg der Platz zu gering, doch zumindest für die Übergangszeit stellt dieses Haus, sofern es komplett dem AStA überlassen wird, eine Alternative zur geliebten Bockenheimer Dependance dar. Schon jetzt finden am Campus Office immer wieder Aktionen statt und so machte vergangenen Mittwoch Project Shelter auf sich aufmerksam, als Refugees bei Glühwein und Kuchen die Zuhörer_Innen an ihren Geschichten teilhaben ließen.

Hier ein paar Bilder der neuen AStA-Hütte am Campus Westend:

Alternatives Vorlesungsverzeichnis WiSe 15/16

Schon seit einigen Tagen online ist das Alternative Vorlesungsverzeichnis der Uni Frankfurt für das Wintersemester 2015/16. Einige Tutorien starteten bereits in der vergangenen Woche, aber die meisten konstituieren sich erst in den kommenden Tagen. Auch in diesem Semester gibt es wieder eine Reihe spannender Themen, so zum Beispiel:

  • Das Reden über Habermas – Erstes Treffen: Dienstag, 20.10.15, 16 Uhr – Café Aufhebung (Fachschaftenraum, PEG 1.207). Der Kurs will beleuchten, warum Habermas im universitären Debatten immer wieder kritisiert wird. Schön finde ich, dass hier jede_r, auch ohne Vorkenntnisse, teilnehmen kann.
  • Politik der Komik – Montags, 10-12 Uhr – Fachschaftsraum Psychologie, PEG 5.G007. „Der Anschlag auf die französische Satire Zeitung Charlie Hebdo zu Beginn dieses Jahres, wirft die sozialpsychologische Frage auf, wie ein paar Karikaturen ein solches Ausmaß an Aggression und Destruktivität auslösen konnten?“ Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das Tutorium, dass gegen Ende auch noch auf Adorno’s These über die Heiterkeit der Kunst zu sprechen kommen will.
  • Arbeit/Leben – queerfeministische Ökonomiekritik – Erstes Treffen: Dienstag, 20.10.15 12-14 Uhr – Frauen*raum /PEG 2G215. „Wie lässt sich aus einer queerfeministischen Perspektive Ökonomiekritik
    formulieren?“ Diese und andere Themen bearbeiten die feministischen philosoph_innen der Uni Frankfurt in ihrem Tutorium. Wäre auch für mich ein spannender Kurs, da ich da noch reichlich Nachholbedarf habe.

Wer kein Student ist, jedoch trotzdem an den autonomen Tutorien teilnehmen will, der kann gerne mal bei den Veranstalter_innen nachfragen. Nicht selten können auch uniferne Interessierte an den Kursen teilnehmen.

Wer sich das gesamte Verzeichnis downloaden will, der kann dies hier tun.