Und dann ist doch alles vorbei.

In der ersten Zeit verwechselst du gedankenverloren den Heimweg. Findest dich an einer Stelle wieder, die nicht mehr deine Heimat ist.

Heimat. Ein Begriff der Routine, der durch selbige gekillt werden kann.

Doch du gewöhnst dich daran, lebst tagein tagaus denselben Stiefel runter. Immer auf der Suche…nach was eigentlich?

Wärme? Die du nicht geben konntest.

Geborgenheit? Die du verloren hast.

Vielleicht das Rad der Veränderung, dass du zurückdrehen willst?

Nobody else will be there

So viel ist in der letzten Zeit verschwunden. Raus aus dem Leben, das man kannte, das man mochte.

Die besten Freunde: bekannt verzogen.

Familiäre Ankerpunkte: tot.

Der Ort der Arbeit und des Rückzugs: nicht mehr das gleiche Gefühl.

Die Liebe: vergangen.

Der treue Gefährte: fern.

Die Pläne der Zukunft: hinüber.

Ich kann nicht mehr in die Zukunft blicken. Die Gefühle sind trüb, von der Aktualität überschattet, von Zweifeln malträtiert.

Neuanfang? Neuaufbau? Oder einfach weiter vor sich hinleben?

Die Zeit rennt, dies merke ich in meinem Umfeld. Alles heiratet, bekommt Kinder oder stirbt. Dazwischen wird’s eng. Ich bin das „Dazwischen“. Oder davor. Und fühle mich doch wie das Ende.

Die Erinnerung immerhin rennt nicht. Sie bleibt. Schön und schmerzhaft. Die Momente mit Musik und Tee im Bett, die Konzerte in kleinen und großen Kaschemmen, Bierchen am Abend, Thunfischaufstrich, Softdrinkmassaker in Holland, Pommes, der schönste Tag im Jahr. Jahr…jah…ja…nun ja.

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